Empowerment – Gegen.Kult

von doktordoof

empowerment-gegenkult-artworkMusik wie die von Empowerment aus Stuttgart gibt mir einige Rätsel auf. Vielleicht bin ich einfach zu alt dafür. Vielleicht liegts auch daran, das ich Jean Claude Van Damme Filme eigentlich stets nur belächeln konnte. Obwohl… ich würde Empowerment lieber mit einem weiteren gescheiterten 90er Vollhonk vergleichen, nämlich Steven Segall. Empowerment ist die musikgewordene Steven Segall Filmografie. Jeder Ton erklingt im inneren Ohr schon Minuten vor dem eigentlichen Erklingen. Wieso sollte man auch innovative Punklieder schreiben wenn man stattdessen eine Runde Kurzhanteln stemmen kann. Oder nachschauen gehen könnte, was so neues auf diversen Internetpornoportalen hochgeladen wurde. Anstatt irgendwas eigenständiges zu machen, öffnen Empowerment lieber kollektiv 23 Tabs zum gepflegten Abkeulen, lassen sichs gut gehen. In jedem zweiten Tab spielen sie selbst die Hauptrolle. Hardcorepunk, mehr Hardcore als Punk. Diese gesichtslosen Bizepse klingen genau wie wir das alle schon tausend mal gehört haben. Stell dir einfach einen gutfrisierten eingeölten Brüllaffen vor, der auf seinen medizinballdicken Eiern umherschreiten muss, da seine Beine beim 24/7 Bizepstraining so dermaßen benachteiligt worden sind, das er sie nur noch benutzt um sich ab und zu  ein paar Proteine unter den Zehnägeln herzuknabbern. Dazu natürlich böse laute Gitarren und so ein typisches NY Hardcore Schlagzeug wie aus dem Malbuch. Nur weil Empowerment sich jeden Morgen vor dem Spiegel ein heiseres „oh yeah…“ zu raunzen, wirken sie noch lange nicht bedrohlich, sondern eher wie bemitleidenswerte Kindergärtner, die gerne bei der Hundertschaft gelandet wären, aber sich nicht trauten, da alle ihre Freunde Bullen scheisze fanden. Danke das es euch gibt Empowerment, ihr seid kacke.

Advertisements