Punkrocködnis

endlich ehrlich

Kategorie: Konserve

Jungbluth – Part Ache

by AlterVerwalter

jungbluth-partacheWie so oft frage ich mich auch hier mal wieder: Warum, bitteschön, hört man sich so etwas freiwillig an? Da müssen ganz fiese Marketing-Methoden angewandt worden sein: Der Schneeball-Kettenbrief-Effekt. „Wenn du diese Band nicht likest und nicht mindestens 5 deiner Freunde dazu bringst, diese Nachricht weiter zu senden, wird dir ein Besenstiel ins Auge gerammt und du stirbst qualvoll“. Überhaupt bin ich mir ziemlich sicher, dass JUNGBLUTH ihre zweifelhaften „Fans“ mittels Drohungen auf ihre Seite ziehen. Aber wer hat da bitteschön Respekt vor? Drei schmale Burschen, die sich ihre Hühnerbrüstchen in Mamis Keller gezüchtet haben, wollen plötzlich antreten, die Mauern von Jericho zu zerbrüllen? Das ist so unglaublich lachhaft, alles muss so verdammt fett und kraftvoll und brachial klingen, wie der Dobermann in der Welpenfarm, einfach nur übertrieben. Der stümperhafte Versuch, mit ein wenig Feedback-Gitarre und langen Instrumental-Abschnitten auch noch die Tocotronic-Hörer auf ihre Seite zu ziehen, kann doch nur nach hinten losgehen. Raffen die überhaupt, wie unglaublich eintönig ihr gesamtes Schaffen ist? Wenn ihr so viel rüber bringen wollt, so viel Message habt, warum ist es dann unmöglich, die Texte zu verstehen? Hä? Erklär mir das mal einer. Brüllt ihr daheim auch die Tür an, wenn ihr sie öffnen wollt? Brüllt ihr ein leeres Blatt Papier an, wenn ihr Texte schreiben wollt? Vom ganzen Rumbrüllen sind die Gitarren schon ganz verstimmt, das hält doch niemand aus der nur einen Fünkchen Musikverstand hat. Die armen Instrumente, der arme Proberaum, die armen Bühnen die ihr schon mit eurem Krach entweihen musstet. Total hirnloser Krach. Eure Quadratschädel eignen sich echt maximal zum Stapeln im Müllcontainer!

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Chuck Ragan – Live at Skaters Palace

by Gastwriter

Gastbeitrag von the real Beard Simpson

chuckraganliveNa, da werden die kleinen Skater-Scheißer den Abend aber schön im Strahl gekotzt haben, als ihre Skatehalle in Münster, ihr ranziger Palace, von einem Blöd-Barden mit Bart und seiner ganzen Entourage besetzt wurde! Und das alles nur, um das unsinnigste überhaupt auf Erden zu machen: ein Livealbum auf zu nehmen!!
Alter, wie dumm so eine Idee überhaupt schon ist! Ein Konzert, Echtzeit-Stimmung, und knisternde Energie auf Rillen pressen zu wollen, um, ja um was überhaupt zu erzielen? Dass sich irgendwelche Nerds zuhause im Wohnzimmer einen drauf keulen können? Die Band möglichst schnell ihre Schuld beglichen hat und aus dem Knebelvertrag rauskommt? Oder sich die Plattenfirma geldscheffelnderweise ebenfalls geil fühlen kann? „Ey Chuck Ragan live, das haben wir sooo geil hingekriegt, wir sind soooo mit dem Sektglas in der Hand abgegangen, Rock`n`Rooooooll!!“
Bam, Sack bzw Skatehallentür zumachen und mit nem Knüppel auf das ganze versammelte Dummvolk druff! DAS wäre Rock’n’Roll gewesen! Stattdessen gnidelt und fidelt sich Herr Ragan in die Herzen seiner körnerfressenden Studenten- und Agentur-Fans, es roch sicher nach Bio-Tee, und am Merch durften sich auch Nervtöter wie Peta, Sea Sheperd und AI aufbauen. Großes Harmonie-Geschrubbe bis zur Kotzgrenze, im Hintergrund emo-resque Folx-Musik, gegen die selbst eine Wurzelbehandlung beim Doc ein Segen wäre. Früher hat man Hippies nach Woodstock oder Monterey weggesperrt, heute sammeln sie sich auf solchen cleanen Singer/Songwriter-Treffen, reiben ihre blassen Veganer-Körper aneinander und brabbeln auch während der Songs respektlos irgendeine Müsli-Kacke.
Der gute Chuck Ragan kann einem da (abseits der Musik) schon fast wieder leid tun, solche Fans an zu ziehen. Als kerniger Naturbursche feiert er sich seiner Zielgruppe konträr bei Instagram als Fischfänger und Bambi-Ausweider. Auch seine markige Reibeisenstimme kommt sicher nicht vom Biozisch-trinken, Ihr PC-Hohlbrote.
Der Hammer ist aber, dass dieses unnütze Teil absichtlich nur auf fuckin‘ Vinyl veröffentlicht wird!! Was sind das für Nazis bei dieser Plattenfirma, die Menschen mit CD-Spieler wie Untermenschen behandeln? Auch Download-Codes verweigert Uncle M (aka Uncle Moussolini) und kann sich des Respekts aller reinrassigen Schallplatten-Honks sicher sein.

Man kann nur hoffen, dass nach der Show noch irgendwelche frustrierten Skater-Kids vor der Halle gewartet haben, um dem folkigen Fremdvolk die Bretter durch die Kauleisten zu ziehen… Auch wenn man das auf dem Mitschnitt nicht mehr hören wird.

Marathonmann – Kein Rückzug kein Aufgeben EP

by Gastwriter

Gastbeitrag von El Popo

marathonmann-epNa das kann bei dem Namen ja schon nix werden. Marathonmann… Marathon, Nike, und sofort seh ich durchtrainierte Sportskanonen vor meinem Auge, die ganz oben in der Gunst von Adolf H. und Leni Riefenstahl gestanden hätten. Gescheitelt, ohne Makel, mit Airmax an. Hipster. Hassobjekte, die es jeden Tag aufs Neue auf der Straße einen Tritt in die Weichteile verdient haben. Schon verschissen, Jungs.
Dann diese EP, extended play, die größte Mißgeburt der Musikindustrie. Weder Single, noch richtiges Album. An Halbherzigkeit nicht zu überbieten, reines Geldmachen für Zwischendurch, „bevor unser nächster Longplayer kommt, weil Ihr ja sonst nicht ohne uns leben könnt“… Am Arsch!! Nur Lappen veröffentlichen ne EP, und Studenten mit zuviel Zeit zwischendurch.
Ja und wenn man sich den Dünnpfiff dann im Detail anguckt, hocken da 7 Stücke, 3 davon auch noch akustische Aufwärmscheiße vom letzten Longplayer, und können sich nicht entscheiden, ob man jetzt krasser (ja wie soll ich den Rotz jetzt eigentlich definieren…?) Hardcore, Studenten-Rock oder doch Omas eingeschlafene Füße aus dem Polen-Feldzug sein will. Erst wird man mit kleinen Teenager-Hoden Möchtegern-hart angeschrien, um danach akustisch zu Micha Schuhmacher ins künstliche Koma geschickt zu werden. Den Rest kriegt man schon nicht mehr mit, weil man plötzlich evolutionär gelernt hat, aus den Ohren zu kotzen.
Marathonmann stehen für diese ganze neue Generation junger deutscher Bands, die ganz neumodern grenzenlos sein wollen, ohne Schubladen, sowohl hart rockend, als auch zart unplugged für die Girls und anderen Softie-Freunde. „Posthardcore mit deutschem Gesang“ nennt man das wohl. Da haben sogar die Onkelz mehr Eier und Profil.
„Begegnen/wiedersehen/weitergehen“ ist der letzte Song auf diesem Witz von Tonträger. Ich schlage vor, ganz schnell weiter zu gehen, bevor mir die Hand ausrutscht, Freunde…

Keinen Bock auf deine kleine Scheißband

by AlterVerwalter

http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

Um das mal klar zu stellen: Dieser Blog ist nicht dafür gedacht, dass ihr uns den minderwertigen Ausfluss euer kleinen Pissband schickt, weil ihr das ja so lustig fändet wenn wir euch auch mal scheiße finden. Wenn ihr heiß seid auf ’ne oberflächliche Besprechung von Typen, die sich ’nen feuchten Kehricht um euch scheren, fragt doch das Plastic Bomb.
Aber trotzdem, weil ich ein gnädiger Tausendsassa bin, hier die Nervsägen die uns bisher auf Knien angebettelt haben:

HIER KREPIERT | http://hierkrepiert.tumblr.com | Danke, dass ihr uns als „1a blog“ bezeichnet, aber eure Seite ist ja wohl dermaßen für den Arsch! Soll das ein Statement gegen Web 2.0 sein – auf nem tumblr-Blog?

PADDELNOHNEKANU | http://kanutenrock.blogsport.de | „machen melancholisch heiseren deutschen punkrock“ schreibt ihr uns. Ich hab mal reingehört und es stimmt. Texte so tiefgründig wie die Kotzlache morgens vor meinem Bett und die Musik klingt wie in ’ner verrotteten Mülltonne aufgenommen.

BRAINLESS RNP | http://www.brainless-rnp.de | Das RNP steht also für „Rock & Punk“? Sieht aus wie bei ner mittelmäßigen Coverband von abgehalfterten Familienpapis, die ganz stolz sind, wenn sie 5 selbst gebrannte CD’s an ihre Freunde verkaufen können. Auf den Fotos sieht man dann aber, dass ihr lediglich die Söhne seid. Auf der Homepage bettelt ihr darum, auf ein Festival gevotet zu werden, ihr habt immerhin schon jede Menge Auftritte in „tba.“ und „LOOKING FOR SHOW“ angekündigt, und die Musik, sorry, ich hab nicht reingehört.

ROGERS | http://rogersofficial.com | Ihr habt einen Instagram-Account, euer Logo ist eine stilisierte und voll total rebellische Faust und auf Facebook sieht man euch oberkörperfrei oder mit dümmlichem Blick auf dem Klo. Eure Merchandise-Abteilung wird bald Karstadt aufkaufen, ihr habt ein fettes Label am Start und eure Mütter lieben euch. Danke für die überheblich-beschissene Aufmachung, so komm ich gar nicht erst in Versuchung, mir den Dreck auch noch anzuhören.

MINDSLIDE | http://mindslide.bandcamp.com | „Shoegaze“. Wollt ihr mich verarschen?

CLOX | https://www.facebook.com/pages/CLOX/123788257741510 | Ihr sucht seit dem 9. Januar ein Label und habt bisher genau 0 Reaktionen, was auch ungefähr der Anzahl der Fans entspricht, die ihr seit eurer Reunion vor 6 Jahren gesammelt habt. Euer Sänger ist Engländer, wohnt seit 70 Jahren in Deutschland und spricht partout ausschließlich englisch, weil ihr ja schließlich England-Punk macht. Was mich zum eigentlichen Thema bringt: Die Musik. Aber auf die hab ich schon gar keinen Bock mehr.

HARDWARE RECORDS | http://hardwarerecords.bandcamp.com | Keine Band, aber ein Label für ungefähr 348 Bands, die alle dieselbe Musik machen. Ihr schafft es regelmäßig, die gesammelten Diskographien eurer Labelbands auf ne 7″ zu packen, auf der die Rückseite unbespielt und voll geil zerkratzt ist, weil ihr so derbe Punk, so derbe Untergrund, so derbe Szene, so derbe DIY und so derbe nutzlos seid.

MARVIN OCH | https://www.facebook.com/ovin.machmann | Du postest dumme Bilder mit noch dümmeren Sprüchen, zeigst deine Andersartigkeit durch einen Ohrring und wenn du’s Abends mal krachen lassen willst, gehst du ins Vapiano. „Punk“ sind für dich die Toten Hosen, aber auch du selbst, wenn du mit deiner Akustikklampfe mal wieder deine Blähungen übertönen kannst.

So, und wenn ihr mich jetzt entschuldigt, ich geh kurz mit dem Hund Gassi und verprügel ein paar Bäume, weil alleine das Rumklicken auf euren Stümperwebseiten mir ungesunde Aggressionen in die Hirnrinde treibt.

Kvelertak – Meir

by AlterVerwalter

Kvelertak-MeirSonntag ist definitiv kein guter Tag um, in welcher Form auch immer, kreativ tätig zu werden, das wird mir jetzt gerade bewusst. Vermutlich haben KVELERTAK ihr Studio auch nur an nem Sonntag bekommen. Das soll der heiße Scheiß aus Norwegen sein? Mal abgesehen davon, dass auch in der Punkszene jegliches Material dieser Brüllaffen abgefeiert wird, ohne einen Gedanken darüber zu verschwenden, dass der Drummer, der Typ mit dem hässlichsten Brusttattoo unter der Sonne, seine Stöcke auch gerne mal am rechten Rand der Musik schwingt – aber macht ja nichts, ist ja nur Musik, und man versteht ja eh nicht was die singen!
Und es ist den Hörern echt egal, worüber die singen. Ob Teddybären oder Massenvergewaltigungen, wen interessiert schon wie die Message lautet, solange alle was vom „heißen Scheiß“ erzählen ist das ja nun wirklich Jacke wie Hose! Okay, ganz so heiß nicht mehr, gebe ich zu, ist das zweite Album hier und das erschien schon vor nem Jahr, das Musikbiz ist hart und vergisst schnell, was oft von Vorteil ist! Also was haben wir hier, ne Truppe total harter Typen (weil tätowiert und bärtig) mit ungefähr so vielen Gitarren wie Bandmitgliedern, als ob das irgendwas an der Qualität verbessern würde! Man bedient sich fleißig an jeglichen härteren Musikstilen, verkauft das Ganze dann als total innovativen Rock’n’Roll-Black-Metal und klingt einfach nur wie ein Sack voll Steine. Die Gitarrensoli sind so kurz wie einfallslos und mindestens ebenso überflüssig, die gelegentlichen Eskapaden in Black-Sabbath-artige Schlammpfützen wirken wie ne Stotterbremse im Tretboot und das Geschrei ist so ermüdend wie die Nachtschicht auf ner Bohrinsel. Ich kann mir richtig vorstellen wie das live das Blut in Wallung bringt, mit theatralisch aufgemotzten Gesten, gen Himmel gereckten Armen und total finsteren bösen Blicken. Bei „König der Löwen“ hab ich mich mehr gefürchtet als bei dieser peinlichen Hinterwäldler-Musik. Das Cover-Artwork soll vermutlich Kunst sein, klar, sobald irgendwo Titten sind nennt man das halt Kunst, aber damit sich das Teil auch verkauft, werden ganz brav die Nippel raus retuschiert, da passt die Band sich gerne an, kein Thema. Solcherart als Schwiegermuttertraum verkauft, kann die Musikpresse das ja bedingungslos abfeiern und die Dorfproleten mit ihren Jeanswesten haben ein neues Idol, zu dem sie die kahl werdende Mähne schütteln können, während sie an ihren armseligen Mofas rumschrauben. Die andere bevorzugte Zielgruppe sind vermutlich Rollenspieler, Rollenspieler kaufen eh alles was scheiße ist, da kann man denen auch prima total lahmen Raststättenrock präsentieren. Falls Rollenspieler unter unseren Lesern sind: Kauft euch lieber nen Flummi, wird nicht so schnell langweilig.

Captain Risiko – Sjöfart

by AlterVerwalter

captainrisikoNoch so Jungspunde, die meinen, die Platte des Jahrtausends aufgenommen zu haben. Mit dabei, frohlocket, das ausgelutschteste aller Klischee-Metaphern: das beliebte wie beliebige Seefahrer-Thema. Davor ist anscheinend niemand gefeit, auch wenn die Bandmitglieder mit „See“ höchstens ihre Badewanne meinen können, oder seit wann ist das Saarland als Seefahrernation bekannt? Überhaupt, Saarland, ich krieg schon das kalte Kotzen beim übertrieben um Emotionen heischenden Intro, im Hintergrund erklingt ein Schifferklavier und dazu faselt einer in zutiefst peinlicher Mundart was von Schiffen und Segeln, so übertrieben un-authentisch, wer soll denn bitteschön diese Rotze ernst nehmen?! Wenn das Satire sein soll, versteh ich den Witz nicht.
Immerhin ein ehrliches Intro, so weiß der Hörer direkt was ihn beim Rest der Platte erwartet: überheblicher Möchtegern-Punkrock mit Ideen so frisch wie Angela Merkels Teint. An ballast-überladene Produktionen mit Kindergartenchören hat man sich ja mittlerweile gewöhnt, aber hier ist tatsächlich die Band selbst der Kindergarten, wartet nur darauf ihre vermeintliche Gesangskunst choral darzubieten. Ich weiß gar nicht was schlimmer ist, der nervig-piekige und ständig die Tonlage wechselnde Hauptgesang oder die Background-Chöre, die gefühlt alle 5 Sekunden erklingen, vermutlich um von der minderwertigen Instrumentierung abzulenken. Was haben die bloß genommen? Harte Drogen können’s nicht sein, die fördern ja bekanntermaßen die Kreativität, das klingt alles eher wie der verzweifelte Versuch, im Koffeinschock noch so etwas wie einen Rhythmus hinzukriegen. Wärt ihr mal lieber beim Milchkakao geblieben! Ansonsten klingt das alles als würden Tokio Hotel verzweifelt versuchen, dem Clownsorchester vom Zirkus sowas wie Struktur beizubringen, was, wie wir alle wissen, schon von Grund auf zum Scheitern verurteilt ist.

Mann kackt sich in die Hose – Karibik

by AlterVerwalter

coverNachdem ich meine letzte Klogang-Misere schon ausführlich beleuchtet habe, kann ich mir als nächstes ja direkt ne Band rauspicken, die vermutlich schon ähnlich unangenehme Erfahrungen verbuchen konnte. MANN KACKT SICH IN DIE HOSE. Der Name soll vermutlich provozieren, so wie jeder x-beliebige Name von jeder x-beliebigen Deutschpunkkapelle provozieren soll, aber mehr als ein Naserümpfen ruft diese Fäkalsprache ja nun auch nicht mehr hervor, aber andererseits, gibt ja genug Leute die so’n Dreck allein wegen des Namens kaufen. Wie auch immer. Mit provozieren kennen sie sich ja aus, machten früher schon beschissene Musik und hießen Napoleon Dynamite, legten den Namen ab aus Schiss vor Klagen wegen des gleichnamigen Filmes, danach hießen sie NxD, keine Ahnung wovor sie dann Schiss hatten, haben WolfxDown etwa ein Patent auf das x? Provo hier Feigheit da, ähnlich originell das komplette restliche Schaffen dieser Deppenformation. Hier ergibt überhaupt gar nichts auch nur irgendeinen Sinn, weder Plattencover noch Songtitel noch Texte, was für eine halbgare Scheiße, Verzeihung, Kacke! Die Lieder bestehen aus einer großen Portion Nichts gepaart mit sturer Doofheit, einfach nur uninspiriertes Gebolze. Kann der Schlagzeuger überhaupt irgendwas anderes als bocktabocktabockta? Der Gitarrist ist vermutlich Linkshänder und hat das bloß noch nicht gemerkt, wer hat dem Grobmotoriker bitteschön die Gitarre geschenkt? Vom Gesang ganz zu schweigen, so klingt wohl Tarzan wenn er sich in den Lendenschurz gekackt hat und ihm beim Liane-Schwingen seine eigenen Exkremente ins Gesicht fliegen. Halbersticktes Gebrüll an der Grenze zur Hysterie, dabei fühlt er sich auch noch wie der Retter der Welt. Wenn ich nur an dieses Rumbölken denke, wird mir schon speiübel. Melodien oder sonst irgend etwas, das den Liedern eventuell ein klein wenig Wiedererkennungswert verleihen könnte, sucht man vergebens. Versuchen die gerade, Deutschpunk mit Bauklötzen wieder aufzubauen? Das einzig Positive an der Platte: Nach 15 Minuten ist der Lärm vorbei und man kann das Ding getrost auf den Müll pfeffern – ich empfehle euch aber, das schon vorher zu tun. Aber klar, dass die Band das Ding trotzdem großmäulig als „LP“ bezeichnet, muss ja verkauft werden, bah ey, verpisst euch aus meinem Blickfeld. Rückwirkend abtreiben sollte man die Typen!

Mit Schmackes! – Punk im Ruhrgebiet (Buch)

by AlterVerwalter

mitschmackesFuuuck! Schonmal beim Kacken aufm Klo eingepennt? Also einerseits war das wohl der geruhsamste Schlaf seit Langem, das Aufwachen aber dafür umso schlimmer, nicht wegen des strengen Aromas im Bad, nein, die Kacke war tatsächlich so zwischen Arschbacken und Haaren angetrocknet und festgeklebt, dass handelsübliches Charmin-Klopapier jegliche Reißfestigkeit verlor und höchstens die Fingernägel noch etwas von der steifen Pampe abbröckeln konnten. Die Idee mit dem Küchenschaber war auch nicht die geilste, also musste es der Duschkopf richten, mit dem Resultat, dass jetzt das ganze Bad unter Wasser steht und die Kacke sich mittlerweile an den Wänden absetzt. Wäre vermutlich alles kein Problem gewesen bei ner ordentlichen Presswurst, aber bei dem musikalischen Dünnpfiff den ich mir die letzten Tage geben musste, wundert es wohl nicht weiter, wenn ebensolcher meinem After entwich und im kuschelig-wohltemperierten fensterlosen Raum zwar für höhere Luftfeuchtigkeit sorgte, an meiner Haut aber festpappte wie frischer Straßenbelag. Was eine Sauerei!!
Dabei fühlte ich mich vor dem Klogang eigentlich noch frisch und munter. Manchmal schlägt das Schicksal eben unerbittlich zu, wie heute in Form des Buches „Mit Schmackes!“, das ich mir vor einiger Zeit neben die Klobürste stellte, in der Annahme, dass alleine der Titel schon für vernünftig kräftigen Stuhlgang sorgen würde. Heute dann endlich mal aufgeschlagen, und zack, war die Kacke am Dampfen und euer werter Autor am Pennen.
Verzeiht mir also, wenn ich den Inhalt nur grob zu umreißen vermag, zwar bin ich mittlerweile gegen Schlafattacken gerüstet, aber dieses beschissene Trauma wird mich wohl noch lange verfolgen. „Punk im Ruhrgebiet“ lautet der Untertitel, was ja schon mal Interesse weckt, denn was ist am Ruhrgebiet schon Punk? Die Bahnhofspenner vielleicht, bei denen man nicht direkt weiß ob die Haare gefärbt oder einfach nach dem letzten Kotzritual nicht gewaschen sind. Wie auch immer, hier nun also ein dicker Schmöker. Das Konzept des Buches will sich mir nicht ganz erschließen, der Großteil der Leute, die so zu Wort kommen, hat weder mit Punk noch mit Ruhrgebiet irgendwas am Hut – von den meisten habe ich noch nie in meinem Leben gehört! Die vorgestellten Bands sind fast durch die Bank weg nur arme Doofdeppen, die vermutlich nie auf ner Bühne gestanden haben, dazu werden ein paar Läden, Labels und Fanzines vorgestellt, die für die Entwicklung des Punk ungefähr so viel Relevanz haben wie laktosefreier Yoghurt. Klar, es gibt Ausnahmen, aber die hätten auch auf einen DIN-A4-Flyer gepasst: Upright Citizens, Dirty Faces Plattenladen, die Duisburger Fabrik…ja, okay, A5 hätte es auch getan. Einseitig bedruckt. Viel zu viel Raum kriegen Idiotenkombos à la Kassierer und Eisenpimmel und szenefremde Festivitäten wie Punk im Pott und Ruhrpott Rodeo. Die Interview-Fragen sind durchweg dieselben und drehen sich ausschließlich um das Thema wie geil doch Punk und wie geil doch das Ruhrgebiet wäre, oh, ich kann grad nicht näher ins Detail gehen, die Seiten sind schon mit Kotze verschmiert! Es gibt kein Konzept, keine Struktur, keinen dokumentatorischen Rahmen, einfach nur ne Sammlung von öden Gesprächen mit angeblichen „Machern“, die am Ende doch nur sich selbst wichtig machen. Da zähle ich mal die beiden Stumpfheinis von Autoren dazu, was glauben die wer sie sind? Erstsemester Sozialpädagogik, grad frisch von der Mami aus dem Elternbau entlassen, und die wollen mir was von Punk erzählen?? Wenn DAS wirklich Punk im Ruhrgebiet sein sollte, na schönen Dank, dann möchte ich dort bitte niemals leben. Immerhin hat das Werk nen Hardcover-Einband und eignet sich somit prima als Ersatz für meinen Küchenschaber, den ich eben angeekelt auf Nachbars Grundstück geworfen habe.

Erik Cohen – Nostalgie für die Zukunft

by AlterVerwalter

erikcohenOh bist du geil! Harte Gitarren, bisschen gehauchtes „oh yeah“ und los geht die Schlager-Schunkel-Orgie. Wie hieß noch diese bleiche Hohlbirne mit der Koksnase? Wolfsheim? Peter Heppner? Das war ja schon unterste Schublade, der Heinz G. Konsalik des Gothrock, Vorläufer für so untragbare Arschfaltenausschläge wie Unheilig, aber hier hat er seinen Meister gefunden. Meine Damen und Herren: Erik Cohen, King of Wurstgesang.
Auf gefühlt 1000 Gesangsspuren schmachtet sich der Möchtegern-Wikinger durch einen Berg an Metaphern, Moment, Berg wäre zu viel gesagt, das ist so dermaßen flach getextet, dagegen ist Holland ein Hochgebirge. Wie kann man nur so viel Kitsch in ein paar Worte packen? „Wilde Blumen sprühen rote Farben / dulden keinen Widerstand / Augen die klar wie die Sterne funkeln / bringen dich um den Verstand“. Ahhh! Da spuck ich doch direkt mein Müsli auf die Tastatur. Dass ihm nicht selbst die Ohren bluten bei dieser unterirdischen Ohrmuschelschinderei, ich glaub der kriegt selbst schon lange nichts mehr mit. Was hat er bitte vorher gemacht? Ghostwriter für Rosamunde Pilcher? Ach nee, Sänger bei Smoke Blow, der prolligen Testosteron-Bombe aus Kiel. Mal ehrlich, das Mackertum dieser überbewerteten Dorfkombo ging einem ja schon ziemlich auf den Sack, aber was sich der Frontmann hier erlaubt hat ja wohl dermaßen null Eier, im Frühstücksfernsehen wird mehr Rock gespielt, selbst das Testbild im TV (kennt von euch Würmern eh keiner mehr) hatte mehr Groove.
Bevor ich die CD im Wald verbuddel, schnell noch das Quoten-Wortspiel, soll ja keiner behaupten ich hätte keinen Sinn für schlechten Humor: Erik hat echt nicht mehr alle Letten am Zaun.

Massendefekt – Zwischen gleich und anders

by AlterVerwalter

massendefektMassendefekt, schon klar. Nen schwerwiegenden Magendefekt bekomme ich von dieser Grütze! Vor 10 Jahren hurten sie noch als Peter-Maffay-Coverband durch die AZ’s dieses Landes, jetzt schwimmen sie auf der Erfolgswelle von Bands wie den Broilers und anderen Tabu-Bands, picken die Krümel auf und hampeln eifrig den Fans hinterher, rufen laut „Hey, uns gibt’s auch, wir sind fast so geil wie die Broilers und die Toten Hosen, hört uns zu“. Anscheinend bleiben tatsächlich genug Krümel übrig, dass es sich lohnt, für die ein Album aufzunehmen.
Ziemlich gewöhnliche Rockmusik mit Schunkel-Rhythmen und vollkommen überflüssigen Allerwelts-Experimenten wie gelegentlichen kurzen Gitarrensoli, dann und wann ein Offbeat, als ob man krampfhaft versuchen würde ja nicht so zu klingen wie der ganze dreckige Rest. So glattpoliert wie die ganze Scheibe daher kommt, ohne die geringste Aussicht auf Erfolg! Das ist so furchtbar ätzende Musik, leider für WDR4 zu schnell, sonst würde das dort rauf und runter laufen.
Ganz wichtig bei Rockmusik: Viel, ganz viel Testosteron versprühen. Harter männlicher Gesang, und wenn die Kehle nicht genug Härte her gibt dann wird einfach bequem durch die Nase gesprochen, was in der Kombination so dermaßen lächerlich klingt, als hätte Voldemort Kreide gefressen. Und diese Klischee-Texte, arrrgh, in wie vielen Strahlen kann man eigentlich gleichzeitig kotzen?
Endlosschleifen, jaja, hättet ihr wohl gerne, eure Schleife ziehe ich aber mal ganz fest zu, so richtig fest, mal schauen ob ihr dann immer noch so maskuline Sülze verzapft. Massendefekt sind nicht einfach scheiße, die sind so ungemein belanglos, in Musik gepresstes Vakuum, der Dreck unter meinen Schuhen hat mehr Gehalt, unter meinen Hausschuhen wohlgemerkt, und ich hab heut morgen erst geputzt! Geh mir weg!