Punkrocködnis

endlich ehrlich

Kvelertak – Meir

by AlterVerwalter

Kvelertak-MeirSonntag ist definitiv kein guter Tag um, in welcher Form auch immer, kreativ tätig zu werden, das wird mir jetzt gerade bewusst. Vermutlich haben KVELERTAK ihr Studio auch nur an nem Sonntag bekommen. Das soll der heiße Scheiß aus Norwegen sein? Mal abgesehen davon, dass auch in der Punkszene jegliches Material dieser Brüllaffen abgefeiert wird, ohne einen Gedanken darüber zu verschwenden, dass der Drummer, der Typ mit dem hässlichsten Brusttattoo unter der Sonne, seine Stöcke auch gerne mal am rechten Rand der Musik schwingt – aber macht ja nichts, ist ja nur Musik, und man versteht ja eh nicht was die singen!
Und es ist den Hörern echt egal, worüber die singen. Ob Teddybären oder Massenvergewaltigungen, wen interessiert schon wie die Message lautet, solange alle was vom „heißen Scheiß“ erzählen ist das ja nun wirklich Jacke wie Hose! Okay, ganz so heiß nicht mehr, gebe ich zu, ist das zweite Album hier und das erschien schon vor nem Jahr, das Musikbiz ist hart und vergisst schnell, was oft von Vorteil ist! Also was haben wir hier, ne Truppe total harter Typen (weil tätowiert und bärtig) mit ungefähr so vielen Gitarren wie Bandmitgliedern, als ob das irgendwas an der Qualität verbessern würde! Man bedient sich fleißig an jeglichen härteren Musikstilen, verkauft das Ganze dann als total innovativen Rock’n’Roll-Black-Metal und klingt einfach nur wie ein Sack voll Steine. Die Gitarrensoli sind so kurz wie einfallslos und mindestens ebenso überflüssig, die gelegentlichen Eskapaden in Black-Sabbath-artige Schlammpfützen wirken wie ne Stotterbremse im Tretboot und das Geschrei ist so ermüdend wie die Nachtschicht auf ner Bohrinsel. Ich kann mir richtig vorstellen wie das live das Blut in Wallung bringt, mit theatralisch aufgemotzten Gesten, gen Himmel gereckten Armen und total finsteren bösen Blicken. Bei „König der Löwen“ hab ich mich mehr gefürchtet als bei dieser peinlichen Hinterwäldler-Musik. Das Cover-Artwork soll vermutlich Kunst sein, klar, sobald irgendwo Titten sind nennt man das halt Kunst, aber damit sich das Teil auch verkauft, werden ganz brav die Nippel raus retuschiert, da passt die Band sich gerne an, kein Thema. Solcherart als Schwiegermuttertraum verkauft, kann die Musikpresse das ja bedingungslos abfeiern und die Dorfproleten mit ihren Jeanswesten haben ein neues Idol, zu dem sie die kahl werdende Mähne schütteln können, während sie an ihren armseligen Mofas rumschrauben. Die andere bevorzugte Zielgruppe sind vermutlich Rollenspieler, Rollenspieler kaufen eh alles was scheiße ist, da kann man denen auch prima total lahmen Raststättenrock präsentieren. Falls Rollenspieler unter unseren Lesern sind: Kauft euch lieber nen Flummi, wird nicht so schnell langweilig.

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Captain Risiko – Sjöfart

by AlterVerwalter

captainrisikoNoch so Jungspunde, die meinen, die Platte des Jahrtausends aufgenommen zu haben. Mit dabei, frohlocket, das ausgelutschteste aller Klischee-Metaphern: das beliebte wie beliebige Seefahrer-Thema. Davor ist anscheinend niemand gefeit, auch wenn die Bandmitglieder mit „See“ höchstens ihre Badewanne meinen können, oder seit wann ist das Saarland als Seefahrernation bekannt? Überhaupt, Saarland, ich krieg schon das kalte Kotzen beim übertrieben um Emotionen heischenden Intro, im Hintergrund erklingt ein Schifferklavier und dazu faselt einer in zutiefst peinlicher Mundart was von Schiffen und Segeln, so übertrieben un-authentisch, wer soll denn bitteschön diese Rotze ernst nehmen?! Wenn das Satire sein soll, versteh ich den Witz nicht.
Immerhin ein ehrliches Intro, so weiß der Hörer direkt was ihn beim Rest der Platte erwartet: überheblicher Möchtegern-Punkrock mit Ideen so frisch wie Angela Merkels Teint. An ballast-überladene Produktionen mit Kindergartenchören hat man sich ja mittlerweile gewöhnt, aber hier ist tatsächlich die Band selbst der Kindergarten, wartet nur darauf ihre vermeintliche Gesangskunst choral darzubieten. Ich weiß gar nicht was schlimmer ist, der nervig-piekige und ständig die Tonlage wechselnde Hauptgesang oder die Background-Chöre, die gefühlt alle 5 Sekunden erklingen, vermutlich um von der minderwertigen Instrumentierung abzulenken. Was haben die bloß genommen? Harte Drogen können’s nicht sein, die fördern ja bekanntermaßen die Kreativität, das klingt alles eher wie der verzweifelte Versuch, im Koffeinschock noch so etwas wie einen Rhythmus hinzukriegen. Wärt ihr mal lieber beim Milchkakao geblieben! Ansonsten klingt das alles als würden Tokio Hotel verzweifelt versuchen, dem Clownsorchester vom Zirkus sowas wie Struktur beizubringen, was, wie wir alle wissen, schon von Grund auf zum Scheitern verurteilt ist.

Mann kackt sich in die Hose – Karibik

by AlterVerwalter

coverNachdem ich meine letzte Klogang-Misere schon ausführlich beleuchtet habe, kann ich mir als nächstes ja direkt ne Band rauspicken, die vermutlich schon ähnlich unangenehme Erfahrungen verbuchen konnte. MANN KACKT SICH IN DIE HOSE. Der Name soll vermutlich provozieren, so wie jeder x-beliebige Name von jeder x-beliebigen Deutschpunkkapelle provozieren soll, aber mehr als ein Naserümpfen ruft diese Fäkalsprache ja nun auch nicht mehr hervor, aber andererseits, gibt ja genug Leute die so’n Dreck allein wegen des Namens kaufen. Wie auch immer. Mit provozieren kennen sie sich ja aus, machten früher schon beschissene Musik und hießen Napoleon Dynamite, legten den Namen ab aus Schiss vor Klagen wegen des gleichnamigen Filmes, danach hießen sie NxD, keine Ahnung wovor sie dann Schiss hatten, haben WolfxDown etwa ein Patent auf das x? Provo hier Feigheit da, ähnlich originell das komplette restliche Schaffen dieser Deppenformation. Hier ergibt überhaupt gar nichts auch nur irgendeinen Sinn, weder Plattencover noch Songtitel noch Texte, was für eine halbgare Scheiße, Verzeihung, Kacke! Die Lieder bestehen aus einer großen Portion Nichts gepaart mit sturer Doofheit, einfach nur uninspiriertes Gebolze. Kann der Schlagzeuger überhaupt irgendwas anderes als bocktabocktabockta? Der Gitarrist ist vermutlich Linkshänder und hat das bloß noch nicht gemerkt, wer hat dem Grobmotoriker bitteschön die Gitarre geschenkt? Vom Gesang ganz zu schweigen, so klingt wohl Tarzan wenn er sich in den Lendenschurz gekackt hat und ihm beim Liane-Schwingen seine eigenen Exkremente ins Gesicht fliegen. Halbersticktes Gebrüll an der Grenze zur Hysterie, dabei fühlt er sich auch noch wie der Retter der Welt. Wenn ich nur an dieses Rumbölken denke, wird mir schon speiübel. Melodien oder sonst irgend etwas, das den Liedern eventuell ein klein wenig Wiedererkennungswert verleihen könnte, sucht man vergebens. Versuchen die gerade, Deutschpunk mit Bauklötzen wieder aufzubauen? Das einzig Positive an der Platte: Nach 15 Minuten ist der Lärm vorbei und man kann das Ding getrost auf den Müll pfeffern – ich empfehle euch aber, das schon vorher zu tun. Aber klar, dass die Band das Ding trotzdem großmäulig als „LP“ bezeichnet, muss ja verkauft werden, bah ey, verpisst euch aus meinem Blickfeld. Rückwirkend abtreiben sollte man die Typen!

Mit Schmackes! – Punk im Ruhrgebiet (Buch)

by AlterVerwalter

mitschmackesFuuuck! Schonmal beim Kacken aufm Klo eingepennt? Also einerseits war das wohl der geruhsamste Schlaf seit Langem, das Aufwachen aber dafür umso schlimmer, nicht wegen des strengen Aromas im Bad, nein, die Kacke war tatsächlich so zwischen Arschbacken und Haaren angetrocknet und festgeklebt, dass handelsübliches Charmin-Klopapier jegliche Reißfestigkeit verlor und höchstens die Fingernägel noch etwas von der steifen Pampe abbröckeln konnten. Die Idee mit dem Küchenschaber war auch nicht die geilste, also musste es der Duschkopf richten, mit dem Resultat, dass jetzt das ganze Bad unter Wasser steht und die Kacke sich mittlerweile an den Wänden absetzt. Wäre vermutlich alles kein Problem gewesen bei ner ordentlichen Presswurst, aber bei dem musikalischen Dünnpfiff den ich mir die letzten Tage geben musste, wundert es wohl nicht weiter, wenn ebensolcher meinem After entwich und im kuschelig-wohltemperierten fensterlosen Raum zwar für höhere Luftfeuchtigkeit sorgte, an meiner Haut aber festpappte wie frischer Straßenbelag. Was eine Sauerei!!
Dabei fühlte ich mich vor dem Klogang eigentlich noch frisch und munter. Manchmal schlägt das Schicksal eben unerbittlich zu, wie heute in Form des Buches „Mit Schmackes!“, das ich mir vor einiger Zeit neben die Klobürste stellte, in der Annahme, dass alleine der Titel schon für vernünftig kräftigen Stuhlgang sorgen würde. Heute dann endlich mal aufgeschlagen, und zack, war die Kacke am Dampfen und euer werter Autor am Pennen.
Verzeiht mir also, wenn ich den Inhalt nur grob zu umreißen vermag, zwar bin ich mittlerweile gegen Schlafattacken gerüstet, aber dieses beschissene Trauma wird mich wohl noch lange verfolgen. „Punk im Ruhrgebiet“ lautet der Untertitel, was ja schon mal Interesse weckt, denn was ist am Ruhrgebiet schon Punk? Die Bahnhofspenner vielleicht, bei denen man nicht direkt weiß ob die Haare gefärbt oder einfach nach dem letzten Kotzritual nicht gewaschen sind. Wie auch immer, hier nun also ein dicker Schmöker. Das Konzept des Buches will sich mir nicht ganz erschließen, der Großteil der Leute, die so zu Wort kommen, hat weder mit Punk noch mit Ruhrgebiet irgendwas am Hut – von den meisten habe ich noch nie in meinem Leben gehört! Die vorgestellten Bands sind fast durch die Bank weg nur arme Doofdeppen, die vermutlich nie auf ner Bühne gestanden haben, dazu werden ein paar Läden, Labels und Fanzines vorgestellt, die für die Entwicklung des Punk ungefähr so viel Relevanz haben wie laktosefreier Yoghurt. Klar, es gibt Ausnahmen, aber die hätten auch auf einen DIN-A4-Flyer gepasst: Upright Citizens, Dirty Faces Plattenladen, die Duisburger Fabrik…ja, okay, A5 hätte es auch getan. Einseitig bedruckt. Viel zu viel Raum kriegen Idiotenkombos à la Kassierer und Eisenpimmel und szenefremde Festivitäten wie Punk im Pott und Ruhrpott Rodeo. Die Interview-Fragen sind durchweg dieselben und drehen sich ausschließlich um das Thema wie geil doch Punk und wie geil doch das Ruhrgebiet wäre, oh, ich kann grad nicht näher ins Detail gehen, die Seiten sind schon mit Kotze verschmiert! Es gibt kein Konzept, keine Struktur, keinen dokumentatorischen Rahmen, einfach nur ne Sammlung von öden Gesprächen mit angeblichen „Machern“, die am Ende doch nur sich selbst wichtig machen. Da zähle ich mal die beiden Stumpfheinis von Autoren dazu, was glauben die wer sie sind? Erstsemester Sozialpädagogik, grad frisch von der Mami aus dem Elternbau entlassen, und die wollen mir was von Punk erzählen?? Wenn DAS wirklich Punk im Ruhrgebiet sein sollte, na schönen Dank, dann möchte ich dort bitte niemals leben. Immerhin hat das Werk nen Hardcover-Einband und eignet sich somit prima als Ersatz für meinen Küchenschaber, den ich eben angeekelt auf Nachbars Grundstück geworfen habe.

Erik Cohen – Nostalgie für die Zukunft

by AlterVerwalter

erikcohenOh bist du geil! Harte Gitarren, bisschen gehauchtes „oh yeah“ und los geht die Schlager-Schunkel-Orgie. Wie hieß noch diese bleiche Hohlbirne mit der Koksnase? Wolfsheim? Peter Heppner? Das war ja schon unterste Schublade, der Heinz G. Konsalik des Gothrock, Vorläufer für so untragbare Arschfaltenausschläge wie Unheilig, aber hier hat er seinen Meister gefunden. Meine Damen und Herren: Erik Cohen, King of Wurstgesang.
Auf gefühlt 1000 Gesangsspuren schmachtet sich der Möchtegern-Wikinger durch einen Berg an Metaphern, Moment, Berg wäre zu viel gesagt, das ist so dermaßen flach getextet, dagegen ist Holland ein Hochgebirge. Wie kann man nur so viel Kitsch in ein paar Worte packen? „Wilde Blumen sprühen rote Farben / dulden keinen Widerstand / Augen die klar wie die Sterne funkeln / bringen dich um den Verstand“. Ahhh! Da spuck ich doch direkt mein Müsli auf die Tastatur. Dass ihm nicht selbst die Ohren bluten bei dieser unterirdischen Ohrmuschelschinderei, ich glaub der kriegt selbst schon lange nichts mehr mit. Was hat er bitte vorher gemacht? Ghostwriter für Rosamunde Pilcher? Ach nee, Sänger bei Smoke Blow, der prolligen Testosteron-Bombe aus Kiel. Mal ehrlich, das Mackertum dieser überbewerteten Dorfkombo ging einem ja schon ziemlich auf den Sack, aber was sich der Frontmann hier erlaubt hat ja wohl dermaßen null Eier, im Frühstücksfernsehen wird mehr Rock gespielt, selbst das Testbild im TV (kennt von euch Würmern eh keiner mehr) hatte mehr Groove.
Bevor ich die CD im Wald verbuddel, schnell noch das Quoten-Wortspiel, soll ja keiner behaupten ich hätte keinen Sinn für schlechten Humor: Erik hat echt nicht mehr alle Letten am Zaun.

Massendefekt – Zwischen gleich und anders

by AlterVerwalter

massendefektMassendefekt, schon klar. Nen schwerwiegenden Magendefekt bekomme ich von dieser Grütze! Vor 10 Jahren hurten sie noch als Peter-Maffay-Coverband durch die AZ’s dieses Landes, jetzt schwimmen sie auf der Erfolgswelle von Bands wie den Broilers und anderen Tabu-Bands, picken die Krümel auf und hampeln eifrig den Fans hinterher, rufen laut „Hey, uns gibt’s auch, wir sind fast so geil wie die Broilers und die Toten Hosen, hört uns zu“. Anscheinend bleiben tatsächlich genug Krümel übrig, dass es sich lohnt, für die ein Album aufzunehmen.
Ziemlich gewöhnliche Rockmusik mit Schunkel-Rhythmen und vollkommen überflüssigen Allerwelts-Experimenten wie gelegentlichen kurzen Gitarrensoli, dann und wann ein Offbeat, als ob man krampfhaft versuchen würde ja nicht so zu klingen wie der ganze dreckige Rest. So glattpoliert wie die ganze Scheibe daher kommt, ohne die geringste Aussicht auf Erfolg! Das ist so furchtbar ätzende Musik, leider für WDR4 zu schnell, sonst würde das dort rauf und runter laufen.
Ganz wichtig bei Rockmusik: Viel, ganz viel Testosteron versprühen. Harter männlicher Gesang, und wenn die Kehle nicht genug Härte her gibt dann wird einfach bequem durch die Nase gesprochen, was in der Kombination so dermaßen lächerlich klingt, als hätte Voldemort Kreide gefressen. Und diese Klischee-Texte, arrrgh, in wie vielen Strahlen kann man eigentlich gleichzeitig kotzen?
Endlosschleifen, jaja, hättet ihr wohl gerne, eure Schleife ziehe ich aber mal ganz fest zu, so richtig fest, mal schauen ob ihr dann immer noch so maskuline Sülze verzapft. Massendefekt sind nicht einfach scheiße, die sind so ungemein belanglos, in Musik gepresstes Vakuum, der Dreck unter meinen Schuhen hat mehr Gehalt, unter meinen Hausschuhen wohlgemerkt, und ich hab heut morgen erst geputzt! Geh mir weg!

Touché Amoré – Is Survived By

by AlterVerwalter

toucheamoreWas an DER Band so geil ist, muss mir aber nun echt mal jemand erklären! Die ganze Platte ist ne Aneinanderreihung von belanglosen Songkonstrukten, die man weder dem Genre Punk, noch Rock, noch Metal, sondern Mülltüte zuordnen würde. Und dann der viel zu penetrant übergeordnet abgemischte „Gesang“. Krakehlt der Milchbubi sich da einen aus der Hüfte, haut Satz nach Satz raus und bringt dabei doch irgendwie einfach mal so gar nichts rüber. Wie ein ellenlanges Tagebuch ohne Absätze und ohne Kommas, hier und da wird mal ein „destroy“ oder „refuse“ eingestreut damit der/die mündige Hörer_in auch schön die Fäuste ballen kann. Thematisch geht’s um eigentlich nichts, verpackt in hohle Phrasen und Gejammer wie schlimm doch alles ist und dass es früher ja auch schlimm war und zukünftig alles noch schlimmer wird. Was noch weniger Abwechslung bietet als herkömmliche Liederschreiber-Kreativität, da heißt es immer früher war alles besser und bald wird alles gut. Nicht jedoch bei den Amis hier, vielleicht sollte denen mal jemand sagen dass ihr musikalischer Output VIEL VIEL SCHLIMMER ist als ihr gesamtes Leben jemals sein wird. Man könnte ja über die unterirdisch öden Texte hinweg sehen, ist ja nur englisch, wer hört da schon genau hin, aber die Lieder sind auch noch so furchtbar unaufgeregt und langweilig! Was hat das bitteschön mit Punk zu tun? Oder mit Hardcore? Oder mit Screamo? Ein Spatz der sich seine Holzspäne aus dem Baum hämmert bringt mehr Melodie hervor als dieses Ungetüm nerviger, mit eintöniger Musik unterlegter Heulexzesse.

Findus – Vis A Vis

by dietmarschraderinternational

coverDie nächste musikalische Hinrichtung flattert uns soeben ins Haus und hört auf den Namen „Vis A Vis“ der Band Findus. Zeichnet sich doch schon die komplette Diskographie dieser Band durch monoton einschläfernde Postpunk-Studenten-Musik aus, legen die Jungs von Revolverheld mit ihrer neuen Platte nochmal einen drauf. UNGLAUBLICH! Geschichten die das Leben in Hamburg eben so schreibt, Liebe, Rummelplatz, Spaziergänge auf dem Mond. Alter Lachs, das habt ihr uns auf den letzten 100 Drecksplatten schon erzählt. Ja ihr habt fernweh und heimweh zugleich. Kein Wunder wenn man sich irgendwo in der Belanglosigkeit eines Musikgenres befindet, dass von den Platten von Muff Potter lebt, man sich aber zugleich einer Szene nähert, die bereit ist, 40 Euro für ein Philipp Poisel Konzert zu latzen. „Wann kommen wir nach Hause? Wer holt uns ab und wer bringt uns raus?“ heißt es im Song „Buhmann“ und scheinbar habt ihr ja zumindest einen dummen gefunden, der euch nicht nur vom Philipp Poisel Konzert nach Hause bringt, sondern auch noch bereit ist, eure bescheuerte Platte von seinem Hartz4 zu bezahlen. „Fremde Schatten“ folgt auf „Laternenlichtschatten“ – scheinbar habt ihr euren ganz eigenen Schatten noch nicht bemerkt und so folgen noch vier weitere Songs, die zwar anders heißen, aber auch so klingen wie irgendwas mit Schatten. Früher hatte eine Langspielplatte noch an die 20 Songs, heute ist nach 10 bereits Schluss. Früher hat man solange am Album gearbeitet, bis man genug Songs hatte, die gut sind. Solange hatten Findus scheinbar nicht Zeit, so wurden die ersten Ideen gleich sofort auf Platte gepresst. Kann funktionieren, allerdings nur WENN MAN SONST NICHTS MERKT. Heult woanders, aber hört auf uns Platten zum Besprechen zu schicken, die einfach scheiße sind. Ich hab doch nicht den ganzen Tag Zeit für diesen ganzen Blödsinn, den Indiemusiker heutzutage so verzapfen. Ich lege mein ganz persönliches Veto für diese Band ein.

Die Bullen – Die Bullen komm‘, hier komm‘ die Bullen

by AlterVerwalter

Die Bullen Komm Hier Komm Die BullenIch brauch schnell irgendwas rezeptpflichtiges! Alter, wie schon die Grundidee dieser Band sämtliche Nervenzellen platzen lässt! Der Witz bringt ja auf Songlänge gerade mal ein leichtes Zucken der Mundwinkel hervor, aber hier muss er gleich für ein ganzes Bandkonzept herhalten! Möchtegern-provozierende Vollidioten in Polizeiuniformen machen Punkmusik und singen darüber wie geil das doch ist bei den Bullen – mehr nicht. Mehr ist da einfach nicht drin! Das mag den einen oder anderen minderbemittelten Iropunker noch hinterm Sofa hervor locken, vielleicht schaffen sie sogar ihr großes Ziel und irgendwer kauft ihnen die Scheiße auch noch ab, bildlich wie wörtlich gesprochen, aber der goldene Rest der Menschheit sieht ja wohl was er hier hat: einen trockenen Furz, nach Aufmerksamkeit heischend, angetreten um noch das letzte Fünkchen Anstand aus der Punkszene zu prügeln. Der personifizierte Antiwitz! Singen kann die Oberkrähe von Sänger sowieso nicht, verhaspelt sich durchgehend und hat eine Stimme wie ne rostige Klospülung. Schlimmer noch sind diese Keyboard-Töne, was glauben die was sie sind? Alphaville? Höhepunkt der unterirdischen Musikmüllschlacht: Ein Bonustrack mit Jahrmarktgeträller. Geht doch dahin, ihr Pisser. Wenn richtige Bullen kommen, macht ihr euch doch ins Hemd! Manchen Leuten wünscht man echt nen ordentlichen Schlag mit dem Knüppel.

Nachtrag zu Auf Bewährung: Arbeiten am Onkelz Tribute Album in vollem Gange

by doktordoof

Soeben erreichte ein Brief von Auf Bewährung unsere Redaktion, inklusive diesem Vorgeschmack auf das kommende Onkelz Tribute Album. Die Aufnahmen sind in vollem Gange. Da kann man ja nur die Hände überm Kopf zusammenschlagen.